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Samstag, 26. Oktober 2013

Die Anden: Die längste Bergkette der Erde

Noch lange hat der blue truck nicht das Ende der längsten Bergkette der Welt erreicht...


...aber nach Colombia, Ecuador und...


...Peru sind nun...


....die ersten...


...Photos aus Chile...


...und Bolivien...


...nicht in der Ahnen...


...sondern in der...


...Anden Galerie...


...gelandet.


Nebst dieser kleinen Auswahl von Bilder...


...die Du mit aufs Bild klicken vergrössern kannst, gibt es auch auf...




Und für die vorerst ganze Auswahl der Anden Bilder...


KLICKST Du einfach HIER und kommst direkt auf die Photo Galerie "Los Andes".

Einen schönen Dia-Abend! 




Freitag, 7. Juni 2013

Das Anden Album

Jetzt ist es soweit, auf dem blue truck blog gibt es ein Photo Album mit nichts anderem als Bildern von der längsten Gebirgskette der Erde, den Anden. Noch ist die Galerie nicht komplett aber ein Blick auf die ersten Bilder lohnt sich. Viel Vergnügen.


HIER geht es direkt zur blue truck Anden Photo-Galerie

Hier kannst Du auf Wikipedia mehr über die längste Gebirgskette der Welt erfahren.

Hier geht es zu den Photo Galerien, wo Du Dir Bilder von Ecuador, Colombia und Peru ansehen kannst, auch solche die nicht in den Anden entstanden sind. Ausserdem kommst Du da auch zu den Photos von Nord- un Zentralamerika. Viele Vergnügliche Bilderstunden!

Montag, 20. Mai 2013

Die Beförderung

Kannst Du Dich noch an Deine allererste Beförderung erinnern? Heute lässt Du Dich wohl fast täglich befördern, an Arbeitstagen jedenfalls. Du pendelst. An welchen Tagen sonst, als an Arbeitstagen könnte eine Beförderung dienlich sein? Vielleicht steigst Du noch Treppen, vielleicht bist Du so hastig unterwegs wie ich vor meiner Reise-Aus-Zeit und steigst selbst dort Treppen wo Du eigentlich ganz von selbst, eben, befördert wirst. 

Vor einiger Zeit war ich in der ecuadorianischen Stadt Cuenca in einem gigantischen Supermarkt zum Einkaufen. Da konntest Du von der Auswuchtmaschine für die Räder Deines vierräderigen Lieblings bis zur Lisa für Deinen zweibeinigen Liebling alles kaufen. So gross war der Laden. So gross notabene, dass er nicht auf nur einem Geschoss, der schon fast US amerikanischen Ausmasse annehmenden River Mall Platz hätte finden können. Ergo müssen die Kunden von Süssgetränken und Hühnerbeinchen zu Bettwäsche und Waschmaschinen befördert werden. - Richtig, per Rolltreppe.

Zu beeindruckt von der windschnittigen Form des eierschalen-dunkelroten TEE mit seiner tropfenförmigen Schnauze und den drei rundlichen Frontscheiben, mit je einem verchromten Scheibenwischer, der jeweils mitten in der Scheibe zu stehen schien und den rot-weissen Doppelleuchten die wie Stilaugen aus den Rundungen stierten, wie er da auf dem Stumpengleis des Zürcher Hauptbahnhofes stand, musste ich gewesen sein. Vielleicht war es auch der pastell gelbe Jagaur E-Type mit seiner, im Verhältnis zu meiner knirpsigen Grösse, unendlich langen Schnauze und den im Leerlauf, von der Politesse auf der runden, blau-weiss gestreiften Kanzel gestoppten, scheinbar friedlich aber zum Sprung bereiten, dampfenden Auspuffrohre oder wo möglich doch nur und erst recht der hellgelbe knapp knielange farbig beblumte Rock der jungen Dame die neben mir auf den ersten Tritt der Rolltreppe trat und flux in höhrere Gefielde zu entwischen drohte während ich noch vorsichtig mein kleines Füsschen auf die endlos wiedererscheinenden gerippten Stufen stellte, dass ich mich nicht an mein allererstes Rolltreppen Erlebnis erinnern kann. Begeistert von der Technik die mir da in einem Fort, für mich ein bisschen gar schnell, einen um den anderen Tritt lieferte, stellte ich den einen Fuss drauf, zog ihn kurz zurück und gepaart vom festen Griff vom Grossmami oder Mami an der Hand und der Gewissheit, dass es schon irgendwie gehen würde schien mir mein linkes Bein so ganz von alleine davon zu fahren. Keine Chance, der Rest meines kleinen Körpers musste mit. Und wie man da so mit beiden Füssen auf dem Ding steht, scheint alles ganz ruhig zu werden, der Puls ruhiger, alles geht - buschstäblich - von selbst. Die kopflosen Schaufenster-Puppen in ihren 60er Jahre Kleidern werden kleiner im sich entfernenden Stockwerk, so wie das Ende der Rolltreppe naht und die Nerven des Knirpses schon wieder anspannen lässt. Jetzt heisst es einen nach dem anderen, dieser kleinen Füsse anheben und flink von automatischer Beförderung zu manueller, doch eben auch erst vor Monaten gerlernten, Fortbewegung wechseln. Da musst Du einfach durch, anders kamst Du weder in die Spielwaren Abteilung der Warenhäuser noch zur Schwarzwäldertorte mit Deinem Grossmami. Die Cafés in den  Warenhäusern waren nämlich schon damals im obersten Geschoss angesiedelt so, dass Du nicht nur an Mannequins in oberschenkellangen schicken Frauenkleider vorbeigeschleust wurdest, sondern auch an eben so kopflosen Herren in gerippten beige-braunen Manchester-Anzügen mit, was mir immer äusserst seltsam erschien, schon ganz neu, mit aufgenähten Flicken auf den Ellenbogen, dazu trugen die Typen gemusterte Hemden und schmale zum Teil so irgenwie gestrickt wirkende, Krawatten mit eigenartig stumpfem Ende. So oder so, es gab auf diesen frühen Ausflügen an der Hand von Mutter oder Grossmutter viel zu viel zu sehen und zu entdecken, als dass sich mein erster "Ride" auf einem dieser fantastischen Dinger zur Beförderung für immer in Erinnerung hätte brennen können.

Nun, man sucht sich ja nicht aus, wo man geboren wird und aufwächst. Bestimmt wäre meine erste Rolltreppenbeförderung ein anders Ding, wenn ich die in Cuenca im besagten Shopping Center erlebt hätte. Da stehe ich nun, hinter einer ganzen Sippe, während einige Teenageburschen schon grinsend in die Höhe schwirren, steht vor mir eine ganze Gruppe fülliger Damen verschiedensten Alters und ein Herr Ende fünfzig. Sie kichern verlegen, drücken die Vorderste ein bisschen von hinten, während sich die Burschen oben alle umgedreht haben und in einer für mich unverständlichen Sprache motivierend auf die Señoras einreden, genau wie ich vor 43 oder so Jahren, stellen sie langsam den einen Fuss auf die endlos erscheinenden Treppenstufen, ziehen ihn dann kurz zurück, lachen, kichern verlegen. Mit den Händen wird am wulstig gummigen Handlauf erneut und erneut nachgefasst. Die Jungen Burschen sind nur noch wenige Meter vom Ende ihrer Beförderung entfernt, sie scheinen die Gruppe zu motivieren. Auch zu ermahnen, da sei noch einer, der wolle auch. Mit einem herzhaften Schritt tritt die Erste, vielleicht dreissig jährige Frau, auf den nächsten hervorschnellenden Tritt und zieht flux, die Luft anhaltend, ihr rechtes Bein nach. Dann geht alles ganz schnell, die Knaben sind schon oben und warten links und rechts der Beförderungsmaschinerie auf den Rest der Familie, als sich keine mehr die Blösse geben will, wie die erste da schallend lachend in die Höhe gehievt wird. Eine um die andere besteigt die automatischen Stufen, genau wie ich, der ihnen dicht folgt, erst kurz vor dem "Aussteigen" muss ich noch ein paar Tritte rückwärts machen, die eine oder andere braucht einen zweiten Anlauf um auch wieder festen Boden unter die Füsse zu bekommen und den Ausstieg zu schaffen. 

Ein eigenartiger und doch wie ich hier in Südamerika unterwegs bin auch ein ganz normaler, von Verständnis geprägter Gedanke, zum ersten Mal im Leben eine Rolltreppe als längst erwachsener Mensch zu benützen. 

Donnerstag, 2. Mai 2013

Lisa wird mit Füssen getreten


Könntest Du Dir vorstellen, ganz ohne Steckdose im Haus zu leben? Ja wo würdest dann Dein iPhone laden, wie Deine Nespresso-Maschine laufen lassen, was würdest abends auf dem Sofa machen wenn da nicht der George Clooney Dir grad eben wieder die neuste Nespresso-Maschine durch die Flimmerkiste andrehen möchte? Und wer könnte da nicht, liebe Damen, ein solches Ding bestellen, sozusagen direkt von Clooney, vielleicht bringt der die ja persönlich vorbei und bleibt gleich für'n Cafe. Aber eben, der kommt überhaupt nicht, der Clooney, weil Flimmerkiste bleibt schwarz. Gehst halt ein bisschen im Netz surfen, bloss, Dein Computer kein Strom genau so wenig wie das Wifi Kästli? Wäsche waschen ohne Waschmaschine, ohne Tumbler und dazu kommt schon das nächste Ding. Fliessend Wasser. Ebenso selbstverständlich wie der Strom aus der Dose, gell?

Stell Dir mal vor, Du stehst morgens auf, zu spät notabene, weil Dein Radiowecker keinen Strom mehr hat, tapst schlaftrunken in die Küche um die besagte Kaffee-Maschine anzuwerfen, im Badezimmer angekommen will da kein Wasser über Dein Zahnbürsteli fliessen und Dein Rasierer Akku lässt sich nicht aufladen. Da stellst Dich halt erst mal unter die Dusche, kommt dann schon alles wieder ins Lot, denkst Du. Aber auch die Brause bleibt trocken. Zum Trost gibt's aber weder Espresso aus der Maschine noch Aufbackgipfeli aus dem Ofen. Kein Strom, kein Wasser. 

Kaum vorstellbar das alles nicht zu haben, nicht? Auch für mich, habe ich doch selbst im blue truck via Solar und Zusatzbatterie mein eigenes Mini-Kraftwerk und kann so getrost den Laptop und die Digicam-Batterien laden oder ein kühles blondes aus der Kompressor-Kühlbox fischen. Oder gefiltertes Wasser direkt vom Hahn schlürfen.

Nicht so in vielen ländlichen Gebieten südamerikanischer Länder. Fliessendes, sauberes Wasser im Haus ist da eh die Ausnahme und noch seltener als Strom und Steckdosen in den eigenen vier Wänden. Dafür kann man dann plötzlich in einem riesen Supermarkt in Ecuador noch so eine prächtige "Lisa" die man treten kann entdecken.

Schön haben wir's doch. Und wissen manchmal gar nicht wie.


Samstag, 20. April 2013

Der König der Galapagos



"Da hatte ich den noch nicht" - Umberto klopft sich auf den Bauch, er ist Biologe und hatte vor über 20 Jahren einige Jahre als "Guia de la Naturaleza" (Natur-Führer) auf den schon seit 1959 zum National Park erklärten Galapagos gearbeitet. "Ich sage Dir, das waren Zeiten" seine dunklen Augen leuchten als würde ein ganzer Stausee für Strom sorgen sie leuchten zu lassen. Er wippt amüsiert von einem auf's andere Bein, fast schon sieht es wie ein Freudentänzchen aus. "Jung war ich, lange schwarze Haare, zu einem Ross-Schwanz gebunden, dunkel gebräunt war mein ohnehin schon dunkler Tain..." zu dieser Zeit gab es gerade eine Bar und eine Discothek in Puerto Ayora erklärt mir Umberto.

"Stell Dir vor, damals hatte ich auf dem Schiff als Guia wöchentlich 800 Dollar verdient, dann kam da noch Trinkgeld dazu... ich war der König der Galapagos" - Auch heute noch nicht ein Discount-Angebot dieses Natur-Spektakel zu besuchen, aber damals erklärt mir Umberto, damals war das wirklich nur was für die Reichen. "Ich sage Dir" Umberto's Augen leuchten von Neuem auf und er wippt wieder ganz amüsiert von links nach rechts und wieder zurück "ich war der König der Galapagos, die Mädchen lagen mir zu Füssen, ich hatte Geld, war dieser unwiderstehliche Latino-Typ mit den langen Haaren, der Guia de la Naturaleza, mit meinen Taschen voll Geld"  er führt mit amüsierten Bewegungen vor wie er durch das kleine Puerto Ayora schreitet, ich kann ihn mir grad vorstellen, mit seinem schwarzen Rosschwanz und ohne den Bauch den er damals noch nicht gehabt haben will. "Ich hatte eine Schweizer Freundin, damals, aus Bern kam die", aus Bumpelize doppelt  er nach. Susanna, ihr Papa hätte richtig Geld gehabt, der hätte so eine Recycling-Firma gehabt, Glas und Papier, "...richtig Geld hatte der und die wollte mich heiraten und alles" schildert Umberto. Und richtig hübsch sei die Susanna gewesen, Umberto zieht tief Luft ein, sein erst neulich zugelegter Bauch geht rein, sein Brustkasten kommt raus, mit beiden Händen führt er mir dazu vor seiner Brust seine Definition von richtig hübsch vor. Unterdessen atmet er wieder, der Bauch ist wieder da, der Brustkasten wieder an seinem Platz. Er sei sogar zweimal in die Schweiz gereist, Bumpelize, Susanna und den reichen Papi besucht und alles... Was dann den König abhielt eine Schweizer Braut zur Königin oder doch mal mindestens zum Prinzesschen zu machen, ich weiss es nicht. Das war aus der weiterhin von heller Begeisterung geprägten Erzählung von Umberto nicht auszumachen. Vielleicht war der König der Galapagos auch einfach zu beschäftigt während seinen freien Stunden in Puerto Ayora.  

Heute lebt der Insel-König im Exil, hoch oben in den Anden, in der hübschen Kolonial-Stadt Cuenca. Der Glanz weicht aus den eben noch so begeisterten Augen, statt des geraden Rückens und der zur Schönheitserklärung seiner Susanna so aufgeplusterten Brust wirkt er jetzt geradezu ein bisschen zusammengesunken. Nichts mehr mit dem Galapagos-Tänzchen. Sein Brustkasten scheint auf dem eben noch so jugendlich eingezogenen Bauch zu sitzen. Über den Streit mit seinen acht Geschwistern um das Vermächtnis seines Papas, ein grosses Stück Land unmittelbar an der Stadtgrenze, berichtet er. Alle wollen mehr, noch ein Haus, noch eine Werkstatt, noch ein Abstellplatz vermieten für einen Bus. Nur noch bis seine Kinder mit der Schule fertig seien, solange wolle er sich noch hier aufhalten, dann nichts wie ab in die Berge "...ich bin Biologe, ich brauche die Natur, die Vögel (auf den Galapagos war's da wohl noch ein Ge... vornedran, Ihre Hoheit, Herr König), den Wind das Wetter, hoch oben im National Park Las Cajas habe ich vor Jahren eine kleine Finca gekauft..." daraus wird dereinst wohl das zweite Exil des Königs.


Tatsächlich, später am selben Tag buddelt ein vielleicht 14 oder 15 jähriger Bursche verschiedene Löcher, genausten misst er mit einer blauen Schnur und einem Messband die Parzellen ab, schlägt zuerst eine Holzpfahl ein, darauf dann die Schnur, schnurgerade eben, um genau eine strikte Linie zu ziehen. Dann gräbt er ein Loch hier, eins da, unmissverständlich für Mark-Steine. Dazu streitet sich Umberto mit zwei seiner Schwestern herzhaft. Pläne werden geholt, im feuchten Gras ausgerollt, ein Schwager wird zur Verstärkung per Handy dazu geordert und rollt alsbald in seinem Suzuki Vitara daher. Der junge Bursche weiss gar nicht mehr was und wo, die Geschwister streiten, verhandeln, jede und jeder scheint eigene Pläne zu haben und sie dem Burschen direkt und unvermittelt in Auftrag zu geben. 

Ach wie schön war's doch als König der Galapagos.


Die Anden - Jetzt hast Du das Sagen!


Aktive Vulkane...


...Schnee...


...Weitsicht...


...Regen und Dreck...


...schlafende Vulkane...


...Steinschlag...

....die Anden bieten unwahrscheinlich viel. Von subtropischem Regenwald, Hochnebelwald, 6tausender, unendliche Wander Möglichkeiten, zu Fuss aber auch auf spannenden Pisten mit dem blue truck.

Jetzt kannst DU mit bestimmen. Klicke unten, unter diesem Post auf das Feldchen bei "cool" wenn Du gerne eine Anden Photo Galerie hättest. Sobald ich mehr als 10 blue truck blog Reisende habe, die dort auf cool geklickt haben, werde ich eine spezifische Photo Galerie zusammenstellen. Nur mit Bildern aus den Anden.

Jetzt hast Du das Sagen!


Nimm Platz! - Zwei Chinesen treffen sich in Ecuador


Also viel ist ja von meinem ganzen Zeugs nicht kaputt gegangen. Und die 27.95 Franken Stühle vom Jumbo haben sich wesentlich, wirklich viel, viel besser, bewährt und gehalten als ich ihnen bei Anschaffung je  zugemutet hätte. Geld hätte ich ja gerne ausgegeben und auch zwei der super fancy Campingstühle eines richtigen Camping-Ladens gekauft, fand aber nirgends etwas dass sich so klein-flach zusammenfalten liess wie eben die Chinesen vom Jumbo. Und jetzt, jetzt hab ich schon viele Reisende getroffen, deren tolle, teure, superbequeme Campingstühle, die dann ausser singen und tanzen wirklich fast alles können, nur eben die haben dann trotz des hohen Preises und vielleicht gerade wegen ihrer vielen Möglichkeiten, buchstäblich die Beine gestreckt. Eines meiner Stühlchen hat sich nun aber dann doch auch ein bisschen zickig angestellt und nach fast zweieinhalb Jahren Gebrauch entschieden hier in Ecuador zu bleiben. 


Unglaublich aber wahr, beinahe identischer Ersatz gab es hier im Haushaltgeschäft "Hogar" sozusagen der Jumbo von Ecuador. Die Chinesen verkaufen halt ihr Billigzeugs wirklich auf der ganzen Welt. So habe ich nochmal 27 Fanken bzw. 29 Dollar investiert und dem kleinen Blauen einen im weiss-blauen Matrosen-Look daher kommenden Kumpanen gekauft. 


Die beiden scheinen sich schon ganz prächtig zu verstehen und so hast Du als Gast ab sofort auch wieder einen Sitz unter dem Vordach des blue truck. - Darfst auch wählen, Matrose oder blue truck blau. 

Nimm Platz!  


Freitag, 19. April 2013

Carajo! - Mit Gottvertrauen!


Die Ecuadorianer haben sehr viel Gottvertrauen. Schön. Eine Sache, die ich, wenn auch nicht religiös doch, respektiere. Ob dieses Gottvertrauen hoch oben in den Anden, wo der Sauerstoff knapp und die Motoren müde ziehen wirklich auf die Testbank gelegt werden muss, auf der Strasse, da bin ich mir nicht ganz sicher. Der rote Toyota hatte Gott dabei, nach drei Kurven seit ausscheren hinter dem Bus ist er hier vor der vierten Kurve gerade dabei bald, bald wieder vor dem Bus einzuscheren. Kurz zuvor war auch der Busfahrer ganz sicher mit Gottes Segen unterwegs zu sein und hat mitten in einer unübersichtlichen Kurve einen alten, qualmenden Pick-Up überholt. Entgegen kamen ihm zwanzig oder so Kühe, nur die waren alle ihrerseits auf der Brücke eines Lastwagens verstaut. Irgenwie sind alle auf die Bremsen getreten, der Pic-Up, die Kühe, ich, nur der Bus, der ist mit Gottes Segen, wenig Sauerstoff aber Vollgas den Berg hoch gekrochen. - Irgendwie geht's immer. Gott sei dank. - Carajo! 

Donnerstag, 18. April 2013

Die Galapagos eine Monarchie?


Hast Du gewusst, dass die Galapagos Inseln vor noch nicht allzu langer Zeit noch eine Monarchie waren? Ich bis vor kurzem auch nicht. In der Anden Stadt Cuenca habe ich den im Exil lebenden "König der Galapagos" getroffen. 

Von dieser Begegnung werde ich Dir in ein paar Tagen erzählen, heute fahre ich weiter zum versteinerten Wald, meinem letzten Stop in einem ecuadorianischen Nationalpark, bevor ich mich auf den Grenzübertritt nach Peru vorbereite. 

Klicke bald wieder auf den blue truck blog, dann erfährst Du was es mit der Monarchie auf den Inseln in sich hat. 

Bis bald auf diesem Bildschirm!



Mittwoch, 17. April 2013

Man kann nicht immer gewinnen oder keine Aussicht auf Aussicht

Also eigentlich hatte ich Glück, wenn da nicht diese Horde Teenager im National Park Podocarpus gecampt hätten, die mir dann die halbe Nacht den Schlaf raubten, dann wäre ich vermutlich nicht mit Gummistiefeln und Regenhose aufgebrochen, auf diese Wanderung. Wie nämlich da der Toyota nach dem Hochkraxeln auf der Dreckstrasse auf den kleinen Vorplatz des Refugio (ecuadorianische Version einer SAC Hütte) gerollt kam war da eine scheinbar nicht enden wollende Lawine von Teenagern die rumschwirrten, schrien, kicherten, kreischten oder vom Berg auf dem Wanderweg herunterkamen. Ob super-möchte-gern-sexy Girl mit figurbetonender, enganliegender Wanderhose und in die Talle geschnittener Windjacke und der Ray Ban Piloten Brille oder Bursche in Jeans und T-Shirt, eines war allen gemein, sie waren nass und dreckig. Sehr nass und sehr dreckig. Einige der besonders tussigen Teenage-Girls schauten so missmutig durch die Gegend, als wäre ihnen der Geldbeutel in die Latrine gefallen. Outdoor-Leben ist halt doch nix für Föhnfrisur, rote Lippen, Klebewimpern und Nailpolish. Der Lehrer oder Leiter sieht mit seinem kahlrasierten Schädel und den breiten Schultern zwar aus wie ein Ledernacken aus einem amerikanischen Kriegsfilm, er hält die Meute aber mit wenigen und bestimmten, nicht lauten Worten einigermassen in Schach.

Stunden später, eine Ladung Pasta mit Tomatensauce fand Zugang zu meinem Magen, ein paar Burschen die auf die Schulexkursion ohne Schlafsack losgezogen sind haben sich bei mir eine warme Jacke geborgt, die Kids haben alle ihre Zelte an irgendeinem halbwegs trockenen Ort aufgebaut, unter dem Vordach des Refugios, unter den Dächern der Picnic-Plätze. Ich liege im Bett, lese gerade die fast letzten Seiten von Kommissar Eschenbach's Aufklärung des Mordfalls an einem reichen Privat-Banker auf einem Züricher Golfplatz und eben sprengt sich der Hottinger in die Luft. Da höre ich draussen eine smarte, auf vertrauenswürdig geschaltete Stimme eines Burschen, der meint er würde schon mitkommen und Wache halten und mit seiner Taschenlampe leuchten, die Toilette sei ja jetzt so gruselig-dreckig (was auch tatsächlich stimmt, das einzige Töpfchen sieht nach den Besuchen all der Teenies echt nicht mehr sonderlich anmächelig aus) die könnten hübsche Chicas nicht mehr benützen, die Toilette, doppelt die Stimme nach, eine eher ein bisschen nach Mitläufer tönende Stimme eines zweiten Burschen bestätigt und meint er hätte auch ein Lampe. "Ja das hat mir gerade noch gefehlt, dass Du der bist der mir mit seiner Lampe zwischen die Schenkel zündet!" lacht die Stimme des schlagfertigen Mädchens und eine zweite Mädchenstimme doppelt forsch nach, sie sollen sich aus dem Staub machen, hier bräuchte keiner mit seiner Lampe zünden. Die Stimmen der Burschen scheinen murmelnd abzudrehen, während sich die Mädchenstimmen kichernd entfernen. Irgendwann wird das anhaltende Gekicher, Gequitsche und die prahlenden Stimmbruch-Stimmen zu einer immer wiederkehrenden Soundkulisse die mich mehr oder weniger sanft in Schlaf versetzt.  

Früh krabble ich morgens aus dem Auto. Der National Park Ranger ist unterdessen mit seinem Suzuki Jeep aus dem Tal hochgefahren gekommen. Er begrüsst mich, fragt mich verständnisvoll ob ich dänn hätte schlafen können und hebt das Kinn leicht an Richtung der Jugendlichen die schon wieder mit einer höllischen Geräuschkulisse dran sind ihr dreckig-nasses Zeugs zusammenzuramschen. Das sei ja ein tolles Auto, müsse ich ihm dann noch zeigen, aber jetzt müsse er zusehen, dass die Studenten nicht alles vermüllt hinterliessen. Ich melde mich noch bei ihm ab, dass ich jetzt wandern gehe. "Nos vemos!" Wir sehen uns. Er winkt mir zu ich stapfe los, den Berg hoch.

Also nass ist ja eigentlich logisch, Nebelwald, das riecht ja schon irgendwie nach nass. Aber so nass, also Nebelwald schon ein bisschen untertrieben. Regenwald wäre da passend, nur schon als Vorname. Ich hoffe  darauf, dass das Wetter besser wird bis ich oben auf dem Berg ankomme. Schon wie ich hochsteige, wird der Regen immer mehr. Den Kids und ihrer dreckigen Erscheinung am Vorabend sei dank, dass ich in Gummistiefeln, Regenhosen und bis zum Kinn zugezogener Regenjacke entsprechend gerüstet bin.   


Beim ersten Aussichtspunkt angekommen werden sich meine Hoffnungen nicht bestätigen. Der Nebelwald macht seinem Namen alle Ehre. Während mir der Wind die Regentropfen ins Gesicht peitscht, gucke ich vom Mirador in, genau, Nebel, nichts als Nebel.


Ich gebe aber nicht auf, stapfe durch Schlamm und Pflotsch weiter über die Gratwanderung "Los Miradores" (die Aussichtspunktewanderung). Das Wetter wird keinen Deut besser, mit jeder Stunde die ich unterwegs bin regenet es mehr und mehr. Keine Aussicht auf Aussicht. Obwohl es noch immer steil bergauf geht, denke ich mir, dass ich schon mehr als die Hälfte der Wanderung hinter mir haben muss. Und ich stapfe trotzig weiter, glaube mir sicher zu sein das Vorwärts der kürzeste Weg zurück zum blue truck ist. 


Regenkleider hin, Gummistiefel her, bis zum Schluss bin ich ordentlich durchnässt, dreckig und müde. Aber zufrieden komme ich wieder beim Refugio und bei meinem Toyota an. Die lärmende Teenagehorde ist weg. Es regnet wie aus Eimern. Ich parke den Wagen so, dass sich mein "Küchendach" direkt unter eines der Picnic-Plätzchen-Dächer schiebt, so habe ich ausreichend trockenen Platz meine dreckigen Klamotten auszuziehen. Nicht ganz umweltkonform lasse ich den Motor des Toyotas im Stand knurren, bald ist die Maschine warmgelaufen und heitzt den Wärmetauscher meiner "Oh my  god" Dusche auf, wohltuend mischt sich das heisse Wasser mit dem kalten Regen, wie ich mich darunter stelle und alsbald in trockenen Kleidern im blue truck sitze. Das Klima im Toyota ähnelt dem Tropenhaus im Zürcher Zoo, so viel Feuchtigkeit geben all meine nassen Kleider ab, die ich überall irgendwo aufgehängt habe. So schnurrt der Wagen wieder die steile Strasse runter. Stunden später nagelt der Toyota durchs Tal. Ich blicke links hoch zum verhangenen Berg, auf dem ich den frühen Morgen und den ganzen Vormittag verbrachte. Ein prächtiges Bild mit einem wunderschönen Regenbogen. Manchmal ist die Aussicht von unten besser als vom Aussichtspunkt von ganz oben. 


Noch am selben Nachmittag fahre ich runter nach Vilcabamba, wo das Wetter mild und trocken ist. Ich bin dankbar dafür. Ich klappe das nasse Hubdach hoch, öffne alle Türen und Fenster, das feuchtwarme Tropenklima verzieht sich alsbald aus meinen vier Wänden, die Kleider hängen im Wind und sind noch vor Einbruch der Dunkelheit trocken. Nach zwei Bierchen bin ich schon vor 21 Uhr im Bett, statt Teenager-Gequitsche gibts diese Nacht LKW Gebrumme von der nahen Strasse die in die Berge und rund 150 Kilometer weiter nach Peru führt. Todmüde wie ich bin wirken die vorbeiziehenden Trucks eher einschläfernd als störend. Auch am nächsten Morgen bleibt der Gipfel "meines" Berges verhangen. 






Buchtipp: Der obenerwähnte Kriminalroman: Im Sommer Sterben von Michael Theurillat, List Verlag.

Samstag, 13. April 2013

Nimm Dir Zeit für Ecuador

Das Ende im unerwartet spannenden Ecuador naht für mich. Für Dich kann die Reise noch beliebig weiterlaufen. Reise mit mir durch Ecuador, steig auf Bergen, beobachte Vulkane oder campe am Pazifik HIER, in der neu gespiesenen Photo Galerie kannst Du all das erleben. 

 


Stehst Du eher auf Wildlife? Dann flieg mit auf die Galapagos und fahre via Photografien für 8 Tage durch die Inselgruppe der Galapagos. HIER gehts los.




Ojos del Volcan: Übernachtungsplatz hoch über Baños, Ecuador


Auf meinem englischen blog gibt es die genauen Details und GPS Koordinaten zu einem kleinen, feinen Campingplatz hoch oben über Baños, einer popularen Touristen-Station in Ecuador. Unten in oder nahe der Stadt gibt es meines Wissens keine Möglichkeit zum campen. Ausserdem wirst Du von unten nie eine solche Aussicht geniessen können. 


Klicke HIER und Du wirst direkt zum Ojos del Volcan Post auf dem englischen blue truck blog weitergeleitet. Dort erfährst Du alles, wie Du hinkommst, was es kostet, wer Dich erwartet. 


Für eine Liste mit Übernachtungsplätzen, HIER oder links auf die Seite im Menü klicken. Dort gibt es auch Links zu Seiten die wesentlich mehr Übernachtungsplätze publizieren als ich hier.

Lass Rojelio und seine Familie von mir Grüssen, wenn Du es dort hinauf geschafft hast.


Fröhliches Campen!


Donnerstag, 11. April 2013

Monster - Biester - Bestien


Könnte ein veritables Monster sein...


...wenn dieses wunderschöne Räuplein im Nebelwald Ecuadors 
nicht ganz klein wäre. 

Klick mal auf das Photo, dann wird es grösser, einfach Hammer 
dieses angsteinflössende Gesicht.

Willst du mehr Tierfotos sehen? Hier klicken und los gehts!