Freitag, 12. April 2013

Welcome to the USA

Die Photo Galerien der USA sind nun wirklich fast fertig, endlich. Komm mit auf eine Reise durch...




...wildes Alaska... 


...durchs heisse Arizona...


...nach Miamai im spannenden Staate Florida...


...durchs teuere und trendige California...


...durch Baumwollfelder und Grossstädte mit unzähligen 
Fahrspuren im Staate Georgia...


...zu John Wayne ins Monument Valley...


...nach Las Vegas und Nevada...


...ins Edison Museum in West Orange, New Jersey...


...durch Geisterstädte in New Mexico...


...zu Live Sessions in New Orleans...


...oder fahr mit mir durch den Nordosten bis in die Metropole Atlanta...


...schau Dir an wie im ultrakonservativen Texas der Wind oft in eine andere 
Richtung bläst als im Rest der USA...


...wilde Naturpracht und moderne Städte siehst 


...viele Vögel und prächtige Natur auf Texas' Padre Island...


...unvergleichliche Wüsten- und Gebiergslandschaften 


....Schnee, Eis, heisse Quellen und Wildnis in  Wyoming, Montana und Idaho...


...oder cruise mit mir durch Utah and Colorado.

WELCOME TO THE USA!

Enjoy the ride!

Donnerstag, 11. April 2013

Monster - Biester - Bestien


Könnte ein veritables Monster sein...


...wenn dieses wunderschöne Räuplein im Nebelwald Ecuadors 
nicht ganz klein wäre. 

Klick mal auf das Photo, dann wird es grösser, einfach Hammer 
dieses angsteinflössende Gesicht.

Willst du mehr Tierfotos sehen? Hier klicken und los gehts!

Nix Mix

Der fruchtig süsse Geruch erinnert mich an meine Kindheit, wenn meine Mutter in der Küche Konfitüre gekocht hat. Immer dann wenn wir von den netten Nachbarn wieder einmal unzählige Früchte bekommen hatten. So viele eben, dass wir die selbst als grosse Familie während der entsprechenden Saison nicht alle hätten verzehren können, zumal ja dann bei allen Nachbarn gleichzeitig die gleichen Früchte reif waren. Schwemme sozusagen. Also eben Konfitüre. Die war dann auch super lecker und wir Kinder mochten die ausgezeichnet, vielleicht nicht die bittere aus den kleinen roten Trübeli mit den vielen schwarzen Kernchen drin. Aber ganz generell  schlemmten wir die Confi gerne. Am liebsten mochte ich die Aprikosen-Confi, die hatte wenn sie frisch gemacht war obendrauf so einen kleinen Schaum, mmmh, da bekomme ich fast Heimweh beim Schreiben.Trotzdem fanden wir diese Deals jeweils ein klein wenig aus dem Gleichgewicht, oft verdankte meine Mutter nämlich die Früchte mit einem Paket Glacé, damals gab's noch diese Karton-Pakte, eben diese dienten dann als Tauschmittel. Und so gerne wir der Nachbarn Früchte mochten und so lecker die Konfitüre schmeckte, so richtig verstanden hab ich das als Knirps nicht, dass ich der Nachbarn Früchte essen darf, während die Nachbarin "unser" Glacé schlemmt. Es gibt halt Dinge die man als Kind nicht versteht und wir bekamen ja auch immer mal wieder Glacé, so war das ja nicht. Lässt sich ja auch ausgezeichnet mit Fruchtverwertung kombinieren. Und rückblickend, wenn wir soviel Glacé verspeist hätten wie Früchte und Konfitüre, dann hätte ich vermutlich jetzt richtig US amerikanische Ausmasse. 

Und nein, du kannst jetzt dann hier nicht demnächst blue truck Konfitüre on-line bestellen. So weit bin ich bis jetzt noch nicht gegangen, dass ich meine eigene Konfitüre koche. Nun eben, diese Baumtomaten, roh essen geht ja schlecht. Geschenktes schenkt man nicht weiter und Lebensmittel wegschmeissen geht schon gar nicht. 

Aber eben - kein Mixer!

Aber ich krieg da schon meinen Baumtomatensaft, sag ich mir und bringe die Dinger auf die Schalchtbank, sprich Hackbrettchen. Kann man dem überhaupt Brettchen sagen wenn es aus Plastik ist? Ist ja egal, jeden falls geht es den Baumtomaten an den Kragen. 


Mehr oder weniger fein gehackt kommen die Dinger in die Pfanne. Das nächste mal würde ich sie vorher noch schälen, aber man hat ja nie ausgelernt. Ein Schluck Wasser dazu, dass die Fruchtsuppe nicht gleich anbrennt.


Dann auf ganz kleinem Feuer, nicht weil ich ein Geizhals bin mit dem Kocherbenzin, sondern dass das nicht alles als ein verkohlter Früchte-Brikett endet,...


...köcheln lassen. Gelegentlich geb ich ein bisschen mehr Wasser dazu und stampfe und rühre wie wild mit meiner Holzkelle darin rum. "Was ist denn heute das Tages Menü?" fragt mich Pedro, einer der Besitzer des Campingplatzes wie ich da scheinbar endlos über meinem Kocher lehne.


Zum Schluss gibt alles so eine mehr oder weniger, eben nach Konfitüre riechende, flüssige Masse. Ich tropfe das Ding ab, deshalb eben besser geschält, weil die Fruchthautfetzen dann ständig die Löcher meines Abtropfdeckels verstopfen. 


Alles schön abkühlen lassen und dann in blue truck Kühlschrank gerechte Fläschchen füllen, jetzt schlummert das Gebräu im Kühlschrank. 


Ich wäre natürlich ein schlechter Fruchtsaft Mixer ohne Mixer, wenn ich nicht beim Abfüllen ein bisschen probiert hätte. Und ich muss schon jetzt gestehen, wo der Saft noch im Kühlschrank schlummert, Fehler Nummer zwei, nach dem Nichtschälen, ich hätte doch ein bisschen Zucker kaufen und beigeben sollen. Reichlich bitter das ganze Zeugs aber schmeckt schon fein fruchtig, aber bitter halt. Im Land von Zuckerrohr und Rum muss man vielleicht das Zeugs noch mit ein bisschen gebranntem Fruchtsaft strecken. So verarbeitet, eben gebrannt, hätte mein Vater sicher der Nachbarinnen Früchte noch besser gemocht, damals in den 70ern. 
 

Mittwoch, 10. April 2013

Unterwegs mit und zu den Wayuú

Erinnerst Du Dich? Im Dezember habe ich Dir von der Fahrt mit Anna-Maria und ihren zwei Enkeln berichtet. Über die Wegzölle, die wir auf dem Weg in die trockene Wüste der Halbinsel La Guajira in Kolumbien entrichtet haben. Und ich hab Dir versprochen noch zu berichten wie es weiter ging, die Fahrt und noch mehr, die Tage mit und bei den Wayuú. Eines meiner bis jetzt eindrücklichsten Erlebnisse dieser Reise. Genau weil so eindrücklich - vielleicht - dauert meine Verdauungszeit der Erlebnisse ein bisschen länger und die Zeitspanne bis Du davon erfährst noch einmal und noch etwas länger.

Bis auf ein einziges Mal wurden die Wegzölle ständig und immer von Kindern eingetrieben. Deshalb ja Schleckstengel, Spielzeug-Autos und Chips-Tütchen. Wieso nun plötzlich eine handvoll Erwachsener, Männer ausschliesslich, wieso Männer, die doch in Lateinamerika viel mehr durch Hängematten-Präsenz, Biertrinken, Kindermachen, Kartenspielen und wieder Hängemattenliegen ihr Dasein markieren. Ja wirklich, Latein-Amerika ist definitiv nicht "a men's world". Hier aber plötzlich? Kräftige Männer, Männer zwischen 20 und vielleicht 35 Jahren. Einige nur in Shorts andere auch mit einem verwaschenen T-Shirt den kräftigen Oberkörper bedeckend. Hatte der Lonley Planet doch Recht? Soll man sich nicht alleine hinaus auf die La Guajira Halbinsel aufmachen? 

"Hier müssen wir bezahlen!" murmelt mir Anna-Maria mit bestimmter, fast ein bisschen besorgt tönender Stimme zu. "O.k." sag ich "wieviel?" (in meinem Reiseunterbewusstsein klingeln und leuchten und bimmeln schon alle Warnlichter, wenn schon die, die von hier ist, besorgt tönt...)  - "Lass sehen" meint Anna-Maria wie wir im, immer freundlich und nicht offensiv tönenden, dieselnagelnden Leerlauf auf die Männer zurollen, die sich auf beiden Seiten des Toyotas an den Seitenscheiben versammeln. 

Die Kette ist massiv, wäre ein durchbolzen möglich? Geht es durch meinen Kopf, so aus dem Stand heraus. Es ist eine Kette die aus vielen ehemaligen Motorradantriebs-Ketten zusammengesetzt ist, doppelt, vierfach vielleicht und an beiden Enden um Bäume massiv fixiert. Dürfte schwierig werden. Denk ich. Möglich schon, nicht ohne Narben am blue truck, aber möglich wenn es sein muss. Das beruhigt. Ich grüsse auf Spanisch aus dem Seitenfenster. Grosse, weit geöffnete Augenpaare starren mich an. Unmissverständlich, mein Gegenüber spricht kein Spanisch, die dunklen Augen der drei Männer die sich auf der Fahrerseite, meiner Seite, positioniert haben suchen um Hilfe und wandern sofort zu Anna-Maria. Der kleine Juan ist unterdessen auf meine Knie gekrabbelt, ungesprochen ahnt er, dass die paar Münzen die er eben zuvor aus dem Aschenbecher geklaubt hatte diesmal nicht genügen und hält sie in seiner kleinen geballten Faust, erst bereit sie als Wegzoll schnellstens in ein Händchen fallen zu lassen, klammert er sich jetzt richtig gehend an die Münzen. Worte werden gewechselt unter Wayuú, eine Sprache die mit nichts das ich spreche oder je versucht habe zu lernen etwas gemein hat. Es gibt für alles eine Lösung, sag ich mir. Der Tonfall wird freundlicher, ich werde entspannter, kommt schon gut, denk ich mir. Ich hab schon US-Amerikanische pseudo autoritäre Zöllner (Arschlöcher) überlebt, wäre ja gelacht wenn ich hier wenden müsste. Ich habe schon eine 2'000 Pesos Note in meinem Hosensack bereit geklaubt während Anna-Maria noch mit den Männern diskutiert.

"Wir fahren gleich tief in eine kleine Schlucht und durch einen Fluss, die Männer haben alles für die eben angegangene Regenzeit vorbereitet" meint Anna-Maria, ich nicke nur, denn sie spricht schon wieder in Wayuú mit den Männern. Die ganze Szene ist freundlicher geworden und hat all das von mir (bin halt doch Schweizer) anfänglich gefühlte oder auch nur hinein interpretierte Problempotential verloren. Juan ist unterdessen zurück auf den Sitz gerutscht, nur noch sein schweissiges Händchen, das die Münzen umklammert, ruht auf meinem Bein, als sein Kopf einem Tennis-Match Zuschauer ähnlich zwischen seinem Grossmami und den Männer an der Seitenscheibe hin und her schnellt, je nach dem wer gerad wortführend ist im Gespräch. 

"Kein Geld" sagt Anna-Maria "die Männer wollen Süssigkeiten haben" blitzschnell greifen wir, die Kinder, ich und Anna-Maria in meine "Wegzoll-Plastiktüte" und bevor wir es uns richtig bewusst sind lutschen die kräftigen Männer an Schleckstengeln, knabbern an Schoggistängeli und füllen sich die Taschen für ihre Familien. Ich bin froh so viel von dem Zeugs dabei zu haben. Weil eigentlich ja schon Anna-Maria und ihre zwei Enkel ständig am knabbern. Die Kette fällt, wir rollen, im freundlichen Leerlauf darüber und nageln alsbald in eine tiefe Senke, ein schlammiger Fluss ist zu durchqueren, tatsächlich links und rechts der Fahrtrillen haben die Männer Baumstämme in perfekter Länge und Äste bereit geschnitten, vorbereitet um Fahrzeugen die Durchfahrt durch den Schlamm zu ermöglichen, selbst Haufen mit hier weit und breit nicht vorhandenen Steinen und grobem Kies liegen an der Seite des Bachbettes. Die haben sich aber die Schleckstengel verdient denke ich mir, fast ein schlechtes Gewissen den 2000er nicht auch da gelassen zu haben reisse ich den kleinen Hebel des Verteilergetriebes in die Allrad-Position und wir klettern auf der, nur kurz schlammigen Passage gegenüber wieder hoch auf die Ebene in die trockene Wüste. 

Noch weiss ich nichts von meinen Nächten in der Wüste mit den Wayuú, schon gar nichts vom Festen, Tanzen und Feiern.  

Weisst Du was eine Baum-Tomate ist?


Das ist eine Baumtomate.

Die wächst aber nicht wie es auf dem Foto scheinen mag im Gras, nein, die wächst auf Bäumen. Tatsächlich, wie sonst würd' die sich Baumtomate nennen. Und ausser dem Aussehen hat sie auch nicht wirklich viel mit Gemüse oder einer Tomate zu tun, sondern ist eine Frucht. Also schon wieder eines der zahlreichen Früchtchen die ich auf meinem Trip kennen lerne, von deren Existenz ich vor meiner Reise keinen Schimmer hatte. Die Baumtomate schmeckt, so roh, als Frucht nur mässig, ziemlich bitter-süss, oder eher bitter-bitter-bitter-süss. Hier in den Ländern wo es Bäume mit Tomaten gibt wird die Frucht im Mixer verhackt, so zermatscht dann mit Wasser oder Milch verheiratet und dann so, evtl. noch mit ebenfalls in den Mixer geschmissenem Eis, als sehr erfrischender Saft serviert.  

Nun im blue truck gibt es ja alles Mögliche und Unmögliche, keinen Mixer aber, (noch) nicht. Immer wieder bekomme ich wie vorgestern, von Rojelio hoch oben über Baños bei Ojos de Volcan (auf diesen Typen komm ich dann hier auf diesem Blog noch zurück) Früchte geschenkt. Früchte eben, mit denen sich so roh oft nicht viel anfangen lässt. 

Deshalb heute mein neustes Experiment, Fruchtsaft machen ganz ohne Mixer oder Fruchtpresse, sollte mein Experiment erfolgreich sein, dann wirst Du hier demnächst lesen können wie das geht. Die VBZ würde sagen "Ich bin auch ein Mixer". Aber eins nehm ich schon vorweg, auch wenn Dir das eine oder andere auf dieser Reise ein bisschen barbarisch vorkommen mag, ich fahre nicht mit dem Toyota drüber und schlürf dann den Saft vom Asphalt. So nicht.

Also, wenn Du es richtig fruchtig, saftig magst, dann komm bald wieder hier gucken. Ach ja, ob die Baumtomate auch am Äquator stehen kann, das hab ich nicht versucht. 

Bis bald auf diesem Bildschirm. - Ciao!

Geht das auch daheim?


Also ganz ehrlich, ich hab das nie zu Hause versucht. Kannst Du da auch ganz einfach ein Ei auf seine Spitze stellen? In Ecuador traf ich an einem der vielen Monumente die den Äquator markieren eine ecuadorianische Familie, die haben das Ei mitgebracht und mir gesagt, ich solle es hier auf dem Markstein mit der Messingmarke, welche genau den Äquator markieren soll stellen. Das ging nach zwei, drei Versuchen erstaunlich einfach. Obwohl die Messingmarke sogar nach oben leicht bombiert ist. 

Hier also meine Frage, kannst Du zu Hause bei Dir in der Küche oder auf dem Tisch auch ein Ei so einfach auf seine Spitze stellen? Oder ist das tatsächlich hier viel einfacher möglich, genau auf dem Äquator, wo die Erdanziehungskraft zwischen nördlicher und südlicher Hemisphere ausgeglichen ist?

Mach mal nicht zu viele Eier kaputt aber lass mich bald wissen ob das auch bei Dir zu Hause funktioniert. Bin gespannt. 

Dienstag, 9. April 2013

Toyota Tuning


So einfach geht das und schon wird aus dem Toyota ein Super Toyota mit zwei PS extra.