Donnerstag, 4. April 2013

Über 700 Photos von amerikanischen Toyotas




...wurde gerade updated...


...dort kannst Du Dir über 700 Photos von Toyotas ansehen,
die mir hier auf meiner Reise begegnet sind. Nach und nach 
bekommen all diese Photos auch eine kurze Beschreibung, so à la
was für ein Toyota und wo ich ihn getroffen habe.

HIER geht's zu den amerikanischen Toyotas

Viel vergnügen! 

Wilde Sache

Man muss kein Vogel sein zum...

...Vögeln. Tierisches...

...von gigantischen Regenwürmern bis zum...

...wiedergeborenen Bob Marly gibt es in der gerade jetzt 
frisch gefütterten Photo Galerie WILD THINGS.

HIER geht's zum Spass!

Mittwoch, 3. April 2013

Ein Velo mit Auspuff - oder - Beim Chirurgen


Na das ist ja mal ein Ding, jetzt hat doch mein Fahrrad plötzlich auch noch einen Auspuff, und dann noch was für einen. Was ist passiert? 

Wie ich neulich auf einer bergigen Schotterstrasse in den Anden den Berg hochgekrochen bin, also natürlich der blue truck, nicht ich, hat es plötzilch so seltsam gezischt, auf der Beifahrerseite. Sofort hab ich den Auspuff vermutet und nach einem kurzen Blick unter die Seite des Autos sah ich, dass das Rohr vor dem Eintritt in den Topf angerissen war. Da kannst nicht viel machen, so unterwegs. War klar, dass das auch noch ganz ausreissen würde, was auf den nächsten paar Metern geschah. Die Geräuschkulisse des Toyotas konnte es nun ab sofort locker mit den Autobussen von Ecuador aufnehmen. An den Polizeikontrollen vorbei bin ich ohne Druck aufs Gaspedal ganz ruhig schnurrend vorbeigerollt. No hay problemas - Todo bien.

In Otavalo angekommen konnte mir dann Dennis, der Eigentümer des Campingplatzes hier, einen Tip geben wo ich den Auspuff schweissen lassen kann. Vom blue truck demontiert am Velo montiert, bin ich dann gestern damit ins Städtchen geradelt, viel radeln musste ich nicht, ging ausschliesslich bergab. Nach kurzem Suchen fand ich die Bude des Schweissers, genau dort, wo mir Dennis gesagt hat würde ich ihn treffen. In der kleinen Einfahrt stand eine riesige, alte Baumaschine die offensichtlich ganz gemächlich einer Totalrevision entgegen ging. An einem Ständer aus Metall mit vielen kleinen Rohren angeschweisst steckten verschiedenste Auspufftöpfe und -rohre und bildeten so den reinsten Auspuff-Blumenstrauss.

"Holá mi amigo!" ruft mir ein grosser mit einem riesigen Hängebauch ausgestatter Mann zu. Ich grüsse, schüttle Juan-José (vermutlich Juan-José er spricht unwahrscheinlich undeutlich, was definitiv nicht an meinem schlechten Spanisch liegt) die Hand und stelle mich vor. Er steht an einem verrosteten und von unzähligen Schweisspunkten und Nähten übersäten Schraubstock der auf einem kleinen metallenen Tischchen festgeschweisst ist. Um ihn herum in der open air Werkstatt hämmern und klopfen zwie Burschen Bleche zurecht, einer über das alte metallene Gehäuse eines Anlassers, der andere klopft mit einem Stück Holz ein Blech über einen roten, zerschlagenen Backstein. Immer wieder reichen sie dem Dickbauch ein Stück und einmal macht er mal schnell einen Schweisspunkt ein andermal schweisst er ein Rohr an ein Blech. Ein anderer Typ hängt über dem Motor der Baumaschine und werkelt irgendetwas, immer mal wieder ruft er mit krächzender Stimme etwas für mich unverständliches aus seiner unbequemen Lage und erhält darauf hin von Juan-José ein paar für mich ebenso unverständliche Instruktionen zugebrummt. 

"Na dann bring mal Deinen Auspuff, nimm ihn runter von Deinem komischen Fahrrad!" Lacht er. Auf reichlich alten Autositzen im Shop sitzen drei noch wesentlich ältere Señoras, alle die Hände im Schoss, eine kaut immerzu mit ihrem zahnlosen Mund, als wär sie eine wiederkäuendes Kühlein. Sie ist klein und zusammengesunken und guckt mich aus einem verfurchten, von Lebenserfahrung zeugenden Gesicht an. Im Gegensatz zu ihrem alten, klein gewordenen Körper funkeln ihre dunklen, fast schwarzen Augen auch jetzt noch freundlich und fröhlich, sie nickt mir zu. Eine andere nickt andauernd, fast wie ein Wackeldackel, lächelnd. Sie hat kurze schwarze Haare die sie unmissverständlich selbst und vermutlich ohne Spiegel geschnitten hat. Sie stämpfelt immer wieder mal mit dem linken Fuss in den Filzpantoffeln auf den schmutzigen, erdigen Boden und schaukelt kurz auf ihrem Autositz vor und zurück. Eine andere nur halb so alte und doch nicht mehr junge Dame steht neben an und ist immer gerade eine bisschen zu spät, wenn sie sich mit der flachen Hand die Augen verdeckt sobald der dicke Juan-José mit viel Funkenwurf wieder einen Schweisspunkt setzt.

Der blue truck Auspuff liegt jetzt auf dem Schraubstock. "Das ist Chromestahl, geht das zum Schweissen, Juan-José?" - "Inoxidable, es un problema!" sagt er ernst und lacht dann schallend laut, oben und unten fehlen ihm in der Mitte alle zähne, jetzt weiss ich auch wieso ich den guten Mann so schlecht verstehe. "Ich bin der Chirurg!" lacht er wieder laut heraus, wie er eine neue Schweisselektrode in die Zange steckt. "Chirug bin ich, Chirurg!" Die alten Weiber lachen ihr zahnloses Lachen und schaukeln auf ihren Autositzen. Die Alte mit den dunkeln Augen klopft sich mit den flachen Händen auf die Schenkel und wippt vor lauter grinsen vor und zürück auf dem Bänkchen das wohl einem alten VW Bus oder so entstammt. Dickbauch Juan-José geniesst die Aufmerksamkeit seiner ausschliesslich weiblichen Audienz sichtlich. Ich erkläre ihm wie genau das Rohr angeschweisst werden muss, es hat nämlich einen kleinen Winkel und der muss stimmen, sonst passt das dicke Rohr nicht mehr in die Halterungen. "Festhalten!" er deutet mit dem Kopf auf das Ende des Auspufftopfs "drehen wenn ich's sage!" Er setzt den ersten Schweisspunkt ich drehe das Rohr eine halbe Umdrehung, er setzt einen neuen Schweisspunkt. Ich bin froh, genau so hätte ich es auch gemacht. Dann zieht er nach und nach eine Schweissnaht um das Rohr während ich den Auspuff langsam drehe. Die Funken spritzen auf seinen von brandlöchern übersäten Fleecepullover der bei zwei drittel seiner riesigen Beule endet, darunter hängt ein grünes ebenso verlöchertes T-Shirt, das nochmal einen Teil verdeckt, dann hängt seine eindrückliche, unbekleidete Wampe über dem Hosenbund. Garantiert spürt er nicht mal wenn ihm die Funken auf den Bauch spritzen, so gut gedämpft ist das alles. Wenn er kurz aufblickt vom Schweissen, lacht er wieder "Chirurg, ich bin der Chirurg" und die Alten schaukeln wieder in ihren Sesseln während schon wieder die Funken sprühen. Zehn Minuten später und fünf Dollar leichter schnalle ich den Auspuff wieder an mein Radel. Verabschiede mich dankend vom Señor Chirurg, die alten Weiber lachen. Juan-José wünscht mir viel Glück, was auch immer ich für Probleme hätte, ich solle bei ihm vorbeischauen. Schon pedale ich den Berg hoch, zwei Stunden später hat mein Velo keinen Auspuff mehr, dafür der blue truck wieder einen.

Vielen Dank - Herr Chirurg! 





Bin noch am üben...

Bildquelle: Zeit Online

Kommst Du mir helfen, wenn ich soweit bin, dass ich den fliegenden Reifenwechsel mit dem blue truck schaffe? Brauch noch zwei Typen, welche die Räder wechseln wenn ich auf den Sidewalls durch die Gegend rausche.

Bildquelle: Zeit Online


HIER geht's zum Artikel der Zeit Online, den mir Mops freundlicherweise geschickt hat, vielen Dank!

Dienstag, 2. April 2013

Funktions-Unterhose


Eine Weile lang bin ich mit einem ganz herzigen deutschen Pärchen aus Vancouver gereist. Ja, das gibt es tatsächlich. Also ich mein' jetzt nicht, deutsche herzige Pärchen gibt es, muss es ja auch, sonst gäb's die beiden ja nicht, sondern deutsche Pärchen aus Vancouver. Weil Vancouver ja in British Columbia, Canada und nicht in Alemania. Und eben, wie ich dann da mal so meine Wäsche aus der blue truck Waschmaschine zog waren die beiden, natürlich so irgendwie déformation professionelle, weil sie eben in der Sport- und Freizeitkleider Branche tätig, sehr erstaunt darüber, dass ich keine Funktionsunterhosen hätte. 

Wie ich so meine Unterschläuche an die Leine hängte war dann ich der, der erstaunt war und ehrlich, grad ein bisschen überfordert. Funktionsunterhose? Funktionsunterhose? Da hat doch meine Unterhose sehr bestimmt und ganz genau ihre Funktion, also meine Unterhose zu sein. Also Unterhosenfunktion sozusagen, weshalb ist die dann keine Funktionsunterhose wenn sie doch die Funktion meine Unterhose zu sein erfüllt. Mit allen Rechten und Pflichten die so eine Unterhose wahrzunehmen hat. Nun gut, ich liess mich dann belehren, dass es da eben diese fantastischen Unterhosen gibt, die mit Silberfaden und Kunstweissichwasfürwelchenfasern, also quasi so wie der Backofen, so eine Art selbstreinigend, dann so irgendwie drei Wochen nix wechseln und so... na gut, das geht jetzt sicher zu weit für einen so braven Blog wie den blue truck blog. Auf jeden Fall bin ich dann doch eigentlich ganz happy mit meiner jeden Tag wechseln Dingsbums statt Funktions- und Silberfaden-Super-Spiderman und so Unterhose. Jedenfalls, wie ich da neulich meine letzten Bilder von British Columbia und eben genau auch Vancouver sortiert habe, da stosse ich doch auf dieses Bild, siehe oben, und plötzlich war mir klar was die Dame trägt - Eine Funktions-Unterhose. - Ist halt immer die Frage für was für eine Funktion.

Sonst wirst Du nicht auf allzu viele Unterhosen stossen, Funktions- oder nicht... 


...wenn Du Dir jetzt gleich die neusten und letzten Bilder in der Photo Galerie von Canada's British Columbia ansiehst. 


Ganz spannend wird es trotzdem.

Komm mit mir nach British Columbia. Jetzt und HIER.

Viel Vergnügen!

Montag, 1. April 2013

"Oh my God! Oh my God!"

Hast Du gewusst, dass es im blue truck eine Dusche gibt, also eigentlich eben nicht im blue truck, sondern die ist dann natürlich draussen, weil auf den paar wenigen Quadratmetern im Innern des Toyota's findet nicht noch eine Dusche Platz. Also hängt die gute Brause dann nach draussen, sozusagen...


...ins Badezimmer meiner fahrbaren Wohnung. Natürlich besser geeignet für das Campen in freier Wildnis als für die Nutzung auf organisierten Campingplätzen. Seit ich in den USA unterwegs war, wo es viele National oder State Parks gibt, mit fantastischen Camping Möglichkeiten, aber eben oft ohne Dusche, ja seit da, da hat das Ding im blue truck auch einen Namen und heisst nicht mehr nur Dusche. 

Jetzt pass auf, das geht so: Da campst Du eben an einem so prächtigen Örtchen, vielleicht gerade noch mit einem Örtchen aber eben, richtig, ohne Dusche. Deshalb eben Dusche im blue truck. Soweit ja logisch und klar. Nur eben in den USA bist Du auch wenn Du glaubst Du seist alleine es selten. Das ist ja ein fantastische Land, da kannst Du ja so insgesamt über 300 Millionen Menschen kennenlernen. Ein paar davon verpasst Du selbstverständlich schon, wenn Du so in einem State Park campst, aber einige, die sind Dir tatsächlich immer auf den Fersen. Selbst in den entlegensten Parks. Und USA natürlich ziemlich Prüderei und alles, das ist nämlich nicht nur Gerücht, die sind zwar der Welt grösster Produzent von Pornos aber eben, weisst schon was ich meine, da brauchst' nur einen amerikanischen Spielfilm gucken und dass die da bei der Liebes-Szene nicht auch noch einen Regenmantel, Mütze und Handschuhe tragen ist ja grad alles. Aber eben, als regelmässige Blogleserin und als fleissiger Gast auf dieser Seite weisst Du, dass ich als vorübergehender Gast in den bereisten Ländern grösste Rücksicht auf die auch noch so seltsamsten Gegebenheiten in den Ländern nehme. Und deshalb, blue truck Dusche in US-amerikanischen State und National Parks erst nach Sonnenuntergang. Sozusagen Dunkelkammer-Dusche. Nur jetzt ist das so, die sind ja fantastisch, diese Plätzchen, da hat schon jeder so ein bisschen sein Für-Sich Ding und so. Nichts von so kuschelig Wohnwagen an Wohnwagen wie auf dem Campingplatz am Sarnersee oder so. Und eben USA alles ein bisschen grösser, all die gemütlichen Stellplätzchen sind dann meist mit so einem Ring-Strässchen verbunden. Und Ringsträsschen natürlich perfekt um da nach Sonnenuntergang noch ein bisschen mit seinem Rolator Runden zu drehen, vor dem biertrinkenden Alten auf einen Spaziergang zu flüchten oder das rosarote Hündchen noch ein bisserl Gassi zu führen. Und da hast Du dann das Schlammassel, ich ein Maximum an Rücksicht nehmend auf die Prüderei und alles meines Gastlandes und warten bis nur noch Mond- und Sternenlicht, stehe dann unter meiner Dusche, wenn sich die schwergewichtigen US Mamas eben nochmals auf eine Runde auf das Zufahrtsträsschen begeben. Und dann geht das so, da steh ich also im Fastdunkel unter meiner Brause, schön tüchtig eingeseift, und das geht ja dann alles auch ganz schnell, nur schon weil Wasser sparen klar oder? Aber dann, der Teil der 300 Millionen AmerikanerInnen, die genau jetzt hier vorbei spazieren müssen, die müssen natürlich genau mich entdecken, weil Prüde schon, gucken aber auch und erst recht, das ist eben die Doppelmoral dieser netten Menschen. Und dann geht es los: "Oh my God, oh my God!!" Und schon stimmt auch die Freundin, Schwester, Schwägering weiss was mit ein: "Oh my God, oh my God!" Und plötzlich läuft der Rolator viel schneller als sonst und unglaublich zieht nicht mehr das rosabemäschelte Hündchen an der Leine sonder die blaugrau behaarte Oma zehrt am Hündchen. Und so bekam meine Dusche eben ihren Namen: Die OH MY GOD DUSCHE

Aus Rücksicht auf jugendliche Blogleserinnen und Leser und aus eben solcher auf die erwähnte Tendenz zu einer Prüden Weltbetrachtung in meinem ehemaligen Gastland USA, gibt es von eben diesen Erlebnissen keine fotodokumentarisch festgehaltenen Beweise. Aber viele hundert Bilder von fantastischen, unvergesslichen Camping Momenten gibt es jetzt in gerade in diesem Moment frish geladenen Photo Galerie Camping, HIER. - Also, auch wenn Du mich nicht unter der Oh my God Dusche siehst, komm doch mit mir campen. Ich hab jede Menge Vergnügen dabei und ich hoffe Du, wenn Du mich HIER besuchst auch.

OH MY GOD - OH MY GOD!

Einer der "Oh my God" Plätze in Arizona

In Texas mögen sie Beton und Teer, das ist auch auf den Camping
Plätzen so. Campen auf einem State Park, Weihnachten 2010.

Kein Hotel kann Dir das bieten was Du als Camper erleben kannst.

Harrison Lake, British Columbia, Canada

Wildes Campen hoch oben über dem Pazifik, Costa Rica,
Halbinsel Nicoya

Eingeschneit im Kaibab National Forest im Süden des atemberaubenden
Grand Canyon, USA.

Nix geht alleine am Wochenende in Kolumbien, Campen auf einer
Sandbank bei Guatape.

Prächtiges Plätzchen auf der Kaffee Plantage Venecia, Kolumbien.


Na dann mal frohe Ostern!


Ich hoffe Du hast die Ostertage gut über Bühne gebracht und der Osterhase hat bei Dir vorbeigeschaut bevor er irgendwie von schwergewichtigen Problemen überrollt wurde.



PS: Ich war's nicht!