Mittwoch, 19. Dezember 2012

Suzuki DJ


In Villa de Leyva muss der Suzuki Verkäufer mehr DJ sein als Verkäufer. Ich bin mir nicht ganz sicher ob er mit dem höllischen Sound die Käufer des einzigen Motorrads das er an den Markt gebracht hat nicht eher in Richtung...

...Gummistiefel...

...oder Wurstsalat treibt.


La Guajira: Coming Soon!


Verschränkungen, Schlamm, Sand und Felsen, schau bald wieder in den blue truck blog, dann kannst Du eine Bildergeschichte von reichlich abenteuerlichen Fahrten auf der Halbinsel La Guajira in Kolumbien verfolgen.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Fahrzeug Verschiffung




Auf meinem englischen Blog habe ich diverse Informationen zur Verschiffung auf einer separaten Seite zusammengefasst. Hier findest Du direkt dort hin.

Falls Du auf anderen Routen verschiffst gibt es sehr viele wertvolle Informationen, die meisten davon auf Deutsch auf www.panamericanainfo.com 

Wünsch Dir viel Erfolg mit der Schifferei & gute Fahrt!


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Rätsel Auflösung


Ok, ok, dieses Rätsel war vielleicht ein bisschen gar schwierig...


...die nette Dame habe ich in einem...


...kolumbianischen Trucker-Hotel an der Wand gehabt.


Die schmuddlige Absteige habe ich gewählt weil es bereits dunkel wurde und ich einfach keinen guten, sicheren Platz zum übernachten fand. Also habe ich mich in die Reihe der Trucker beim Check-In gestellt. "Von wo - wohin - Autokennzeichen - Name - Fan oder Airconditioning - hier unterschreiben" sagt das Girl hinter dem Schalter in einem fort zu jedem neuen Gast und drückt ihm ein Handtuch das sie aus einer grossen schwarzen Plastiktonne fischt und eine Frenbedienung in die Hand. "Jetzt gibt es Abwechslung" sag ich zu der jungen Dame hinter der Theke deren glänzende Granitabdeckung gar nicht so richtig ins Bild passen will. Sie guckt von ihrem Formular das auf einem dieser Clip-Boards klemmt auf und guckt mich lächelnd an. "Jetzt kommt ein Tourist" sage ich. Die Köpfe der Trucker in der Warteschlange drehen sich nach vorne und es wird still. "Woher kommst Du denn?" - "Aus der Schweiz" - "Wo ist den das?" "In Europa" ruft einer aus der Warteschlange, ich sage genau, in Europa. Dann geht es mit beinahe der gleichen Routine weiter, nur dass sie auch noch meinen Pass sehen möchgte, welchen sie mit Interesse durchblättert und all die Visas und Stempel begutachtet. Wenig später habe ich auch ein gut verwaschenes, pinkiges Frottee-Tuch und eine Fernbedienung in der Hand und stapfe zu Zimmer 9, mit Airconditioning. Aber ich hab ja gar keinen Schlüssel, merke ich. Zurück zur Señorita. "Wie komm ich denn ins Zimmer? Ich hab keinen Schlüssel" - "Es gibt keinen Schlüssel, öffne das Schiebefenster fass rein und öffne die Tür!" Ok und so funktioniert das dann auch. Und nach dem ich alle Tierchen mit meinem Pantoffel totgeschlagen habe und die Riesenheuschrecke unter meinem Bett in die Freiheit begleitet lege ich mich ins überraschend bequeme Bett und schlafe schon bald ein. 

Kurz vor sechs Uhr früh bin ich frisch geduscht wieder auf den Beinen und beim blue truck, die meisten Trucks sind schon zwischen halb fünf und halb sechs losgedieselt. Der Tourist ist da als Langschläfer die Ausnahme.

Wo sonst soll der blue truck nächtigen, als im Trucker-Hotel.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Rätsel


Na wo hat der sich denn jetzt wieder eine Nacht um die Ohren geschlagen?

Findest Du es heraus?

Dienstag, 11. Dezember 2012

Nicht ohne Frau heimkehren...

...das ist Fidel's Ziel. Den quirligen Spanier habe ich bei der Finca San Souci kennengelernt. Wo ich nach der Rückkehr von der Halbinsel La Guajira zum zweiten Mal nächtigte. Auf seiner Suche und den damit verbundenen Qualifikations-Prüfungen hat er bereits über zwei Jahre in Panama verbracht und mit allerlei Jobs vom Küchenchef im spanischen Restaurant bis zum Computer-Hardware-Mechaniker auch nebst den Señoritas einiges erlebt.   


Vielleicht hätte ich Fidel bei Toyota in Riohacha vorbei schicken sollen. Demnächst wird es auch eine "Blue Truck & Friends" Photo Galerie geben, dort kannst Du dann Photos (die ich zwar dann meist vergesse zu schiessen) von Bekanntschaften und BT-Fans sehen. Es lohnt sich also bald noch mehr die Photo Galerien zu besuchen. 

Eines ist sicher, am falschen Ort ist er nicht, der gute Fidel wenn er sich hier in Kolumbien auf die Suche macht. Nirgends auf meiner Reise waren die Frauen kurviger als hier und der...


...Fidel ist da auch nicht alleine, beim auschecken, da gucken sie alle, selbst die Schaufensterpuppen checken hier die Chicas aus, auch wenn sie dabei im wahrsten Sinne des Wortes von Kopf bis Fuss rot werden, da geht es den richtigen Männchen schon besser, sind da ziemlich cool. Die Frauen übrigens auch. 

Viel Glück, Fidel!


Donnerstag, 6. Dezember 2012

Unterwegs mit den Wayúu

Schnell klebt der feine Staub an den kleinen Fingerabdrücken welche das Armaturenbrett und die Frontscheibe des blue trucks verzieren. Schon wieder ist ein Chipstütchen leergemacht und am Schleckstengel lutscht jetzt grad genüsslich die Oma, die mit vehementem Nachdruck gemeldet hat, sie möchte auch einen haben, wie ich ihren zwei Enkeln einen Lollipop zu gesteckt hab. Also eigentlich hab ich all das Zeugs ja für die Wegzölle gekauft. Chips, kleine Spielsachen, Schleckstengel, Nüssli und viel Münz (für die richtiges Deutsch lesenden Blog-Verfolger, Münz = Kleingeld), ich habe gehört von den gespannten Seilen auf der Halbinsel La Gujira und den Kindern die den Weg der holperigen Pisten nur gegen einen kleinen Wegzoll freimachen. Nun sitzt da aber eine Grossmutter, o.k., sie hat auch nur den Jahrgang meines älteren Bruders - vermutlich -  also nicht vermutlich mein Bruder sondern vermutlich den Jahrgang, weil Anna-Maria, so heisst die Wayúu Dame, welche ich mit ihren zwei Enkeln mit Chips und Lolipops bei Laune halte, meint, also wie ich da auf die Welt kam, da gibt es nicht wirklich Papiere dafür oder sowas. Irgendwann hatte dann meine Mama gemeint es müsste 1964 gewesen sein.

Wie ist das genau, mit diesen gespannten Seilen? frage ich die Wayúu Frau. Ja, das ist schon so, sagt sie, das ist rechtens, so wie der Staat für die asphaltierten Strassen an Zahlstellen einen Beitrag verlangt, so haben die Wayúu hier das Recht erhalten auf den Pisten die über ihr Land verlaufen ein Gebühr zu verlangen. Sozusagen die Autobahn-Vignette auf La Guajira. Wieviel gebt ihr denn da, frag ich Anna-Maria, kommt drauf an meint sie, so zwei, drei Hundert Pesos, vielleicht auch mal 500 Hundert. 10 Rappen, 15 Rappen oder auch mal 25 Rappen. Von meinem Snack-Lager, möchte sie genüsslich am Schleckstengel saugend, lieber nichts hergeben. Ihre Enkel diskutieren grad welche Chips-Tüte als nächste am besten schmecken möge, während Oma zwischen dem süssen roten Ding noch schnell ein paar Chips in den Mund spediert.

Für den kleine Juan ist das Zahlen bei den Zahlstellen so spannend wie für Deinen Knirps das Drücken des Liftknopfes im Globus. Eifrig klauben die zwei Kinder das gesammelte Kleingeld aus dem Aschenbecher, meinem Münz-Lager und diskutieren ob sie nun den Kindern draussen 100 oder 200 geben sollen. Denen draussen scheint es eh egal zu sein, wenn's ein bisschen klimpert in der Handballe, wird schnell aufgemacht. Und ich geb trotz der Oposition der Oma noch ein, zwei Schleckstengel oder ein Chipstütchen mit dazu.

Wenn mal nur ein Seil gespannt ist aber weit und breit niemand, dann krabbelt der Knirps Juan blitzschnell über mich und springt aus der Fahrertüre, stolz hängt er das Seil ab und verdient sich so auch gleich wieder irgendein Knabberzeug wie er wieder übermich zu seiner Familie geklettert ist.

Stay tuned, bald geht es hier weiter, und Du erfährst wo uns die gemeinsame Fahrt hin brachte und was ich bei den Wayúu erlebt habe.